Ukraine 2005

Fahrradtour 2005
Ukraine

Landkarte Karparten  

Erfahrenes von
Carmen und Uwe Garz
www.Garz.de

 

 Wir haben das Gewicht unseres Gepäcks gegenüber dem Vorjahr
umgekehrt proportional zu unserem Körpergewicht entwickelt.

 

Inhaltsverzeichnis

    1. Tag:  8. August 2005 (unser 18. Hochzeitstag)  Wirsberg - Cheb (80 km)
    2. Tag:  9. August 2005  Kosice – Kralovsky Chlmec (112 km)
    3. Tag: 10. August 2005 Kralovsky Chlmec – Simer (92 km)
    4. Tag: 11. August 2005 Simer - Bolowetz (92 km)
    5. Tag: 12. August 2005 Podobowetz - Kitschereli (90 km)
    6. Tag: 13. August 2005 Kitschereli –Solowin (70 km)
    7. Tag: Sonntag, den 14. August 2005 –Ruhetag-
    8. Tag: 15. August 2005 Solowin – Laseschina (100 km)
    9. Tag: 16. August 2005 Laseschina – Kosiw (107 km)
    10. Tag:  17. August 2005 Kosiw - Ploska (80 km)
    11. Tag:  18. August 2005 Ploska – Beregomet (63 km)
    12. Tag:  19. August 2005 Beregomet - Radauti (105 km)
    13. Tag:  20. August 2005 Radauti - Campulung Moldavenesc (72 km)
    14. Tag:  21. August 2005 Campulung Moldavenesc- Prislopsattel (90 km)
    15. Tag:  22. August 2005 Prislopsattel – Barsana (95 km)
    16. Tag:  23. August 2005 Barsana – Baira Mare (95 km)
    17. Tag:  24. August 2005 Baira Mare – Mateszalka (115 km)
    18. Tag:  25. August 2005 Mateszalka – Kisvarda (55 km)
    19. Tag:  26. August 2005 Kisvarda – Kazimir (87 km)
    20. Tag:  27. August 2005 Kazimir – Kosice ( 52 km)
    21. Tag:  28. August 2005 Cheb – Wirsberg (93 km)

 

1.Tag: 8. August 2005 (unser 18. Hochzeitstag)
           Wirsberg - Cheb (80 km)

Nach dem Trubel um Hannos 70. Geburtstag bei uns im Haus starten wir erst 12 Uhr in Cottenau. Bis ins 4 km entfernte Nachbardorf Gundlitz fahren wir 11 km, weil wir wegen vergessener Sachen zweimal umkehren. In Gundlitz sind wir schon vom Regen durchweicht, doch 15 km weiter inZell trocknet uns die Sonne wieder.
Tandem mit Hänger - Abfahrbereit

Wir treffen hier am Fuß des Waldsteins, wo die Saale entspringt, auf zwei Saaleradweg-Wanderer. Die sind baff, als wir erzählen, dass wir auf dem Weg zur Ukraine sind. Im Vorjahr hatten wir in Rumänien jenseits des Grenzflusses Theiß ukrainische Dörfer mit den hübschen Kuppelkirchen erblickt, und wir sind deshalb neugierig geworden und wollen unbedingt mal hin. Nur durch Zufall haben wir erfahren, dass wir nur eine Krankenversicherung, aber kein Visum benötigen, fast hätten wir die Ausgaben umsonst getätigt.

Nach reichlich 4 Stunden Radeln (80 km) erreichen wir Cheb in der Tschechischen Republik und kaufen Fahrkarten nach Kosice (Slowakei). Mit Schlafwagen und Fahrradtransport kosten diese 106 Euro. 16.46 Uhr fährt der Zug ab. Wir sind neben zwei anderen Passagieren die einzigen Gäste im Wagon. Wir schlafen gut. Das Umladen des Tandems in Prag von einem Gepäckwagen in den anderen bewältigt Uwe mühelos.

2. Tag: 9. August 2005
            Kosice – Kralovsky Chlmec (112 km)

10 Uhr radeln wir bei Sonnenschein ins schmucke Stadtzentrum der UniversitätsstadtKosice lm Café bei der großen Springbunnenanlage, wo sich die Wasserspiele synchron zur Musik bewegen, verzehren wir viele leckere Törtchen und genießen das Flair der Stadt mit den vielen jungen Menschen.

 
Melonenfeld mit Verkläufer

Wir finden gut aus der City und sind doch froh, die Stadt hinter uns zu haben. Von der Ebene geht es hinauf in ein kleines Gebirge, und wir haben einen schönen Blick zurück nach Kosice. Wir schwitzen mächtig. In einem hübschen Garten streicht ein Mann gerade seine Mülltonne, den fragen wir nach Wasser. Der Mann ruft seine 18 jährige Tochter, die Mineralwasser bringen und für ihn übersetzen muss. Er fragt: „Warum wollen Sie in die Ukraine?" und rät ab wie etwa die (West-) Deutschen, die sagen: „Nach Tschechien fahre ich nicht, da werden doch so viel Autos geklaut ..." In drei Wochen, auf der Heimfahrt, sollen wir wieder vorbeikommen.

Auf der B552 fahren wir weiter bergan und erreichen in Slanec den Pass. Wir sausen die steile, schnurgerade Straße doppelt so schnell als die erlaubten 40 km/h hinab.

Später rasten wir an einem Melonenfeld. Der Besitzer führt uns herum, zeigt uns seine bis 15 kg schweren Prachtexemplare und schenkt uns Melonenstücke zum Essen. Mit klebrigen Händen und Mündern fahren wir weiter Richtung Osten.

VonZemplin aus wollen wir ins 2 km entfernte Svata Maria und fragen nach dem Weg. Die junge Frau empfiehlt einen Umweg. Das Tandem musternd fragt sie ohne jede Ironie auf Englisch: „Oder haben sie auch ein Boot dabei?“ Der fehlenden Brücke bzw. Bootes wegen sind wir erst nach 17 km Fahrt in Svata Maria.

Seit nunmehr 100 km sind wir an keinem Restaurant mehr vorbei gekommen, und nun müssen wir uns langsam ein Schlafplätzchen suchen. Kurz vor Kralovsky Chlmec finden wir eines zwischen Mirabellenbäumen, doch da zieht ein Gewitter auf. Wir flüchten in die Pizzeria, die gerade an dieser Stelle der Straße mit einem Schild angezeigt ist.

Die Pizza ist gut und auch das Bier. Der Besitzer, der als Kinderarzt in Deutschland arbeitet, vermietet auch Zimmer im Haus (22 €), so übernachten wir hier.

 ...... und weiter lesen im Gesamtbericht (pdf ca. 1,7 MB)

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